Von Oberflächenbekanntschaften

Immer wieder mal erscheint es mir sinnvoller, bestimmte Personen nicht näher kennenzulernen. Manchmal ist der erste Eindruck, den ein Mensch auf mich macht, besser als der zweite, dritte und vierte – selbst falls er tatsächlich trügen sollte.

Es können ein spezieller Lichteinfall oder eine einzige Geste reichen, damit mir jemand ins Auge fällt. So eine winzige Kleinigkeit, doch plötzlich bin ich fasziniert an dieser Person, ich „finde etwas an ihr“.

Schon beim zweiten Hinsehen kann sich all das in Luft auflösen. Nicht alles ist wie es scheint, und nicht alles, was glänzt ist aus Gold. Weiterlesen

mein erster Sonnengruß

Zu behaupten, Yoga sei heute ein Trend, wäre eine glatte Untertreibung. Es scheint längst zur „guten Bildung“ zu gehören, dass man sich unter Begriffen wie „der herabschauende Hund“, „Asana“ und „Kuh-Katze“ etwas vorstellen kann – zumindest in gewissen Kreisen.

Und warum auch nicht? Der Mensch ist ja bekanntlich ein Gewohnheitstier. Erst neulich wurde mir wieder gesagt, dass rund 90 Prozent der täglichen Abläufe im Gehirn unbewusst geschehen. Dass diese Tatsache durchaus unser Leben leichter und uns selbst überlebensfähig macht, will ich gar nicht bestreiten. Aber zu viel an Routine, zu viel an Monotonie tut auch nicht gut. Weiterlesen

Das mit der „Bestimmung“ ist so eine Sache…

Ich sitze nun seit fünf Tagen zuhause, hustend, niesend und nach Luft ringend. Mit jeder Stunde, in der ich nicht nach draußen in die Frühlingsluft und in den Sonnenschein darf, tue ich mir selbst mehr leid. Ich bin unruhig und ungeduldig, nervös, zappelig und ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich das letzte Mal so gelangweilt habe.

Ich komme mir vor wie ein Vogel im Käfig. Ein ziemlich erbärmlicher Vogel, denn ich singe nicht. Nicht einmal so sehr, weil ich es nicht könnte; das wäre ja eine ganz legitime Ausrede. Ich aber, ich bin ganz einfach zu bequem. Ich benutze gerne die Entschuldigung, dass ich „nicht in Stimmung sei“ oder dass „mir die Muse fehle“. Aber selbstkritisch wie ich bin, weiß ich das natürlich besser. Weiterlesen

Frühlingsgefühle

So eine kleine Verliebtheit ist genau das, was ich jetzt brauche: eine willkommene Abwechslung zum„tristen, grauen“ Alltag; ein Ausweg aus den im Grunde doch immer gleichen Gedanken, Gesprächen und Gefühlen.

Es ist wie eine frische Brise nach einer heißen Sommernacht, wohltuend und belebend. Es erinnert mich daran, dass ich manchmal zu schwarz sehe und die Hoffnung zu schnell aufgebe – wo doch im Grunde alles möglich ist. Weiterlesen

von der Schwierigkeit, sich auf ein einziges Wort festzulegen

aus-dem-kopf-gefischt

Es gibt so viele Möglichkeiten. Ja, das deutsche Alphabet hat nur 26 Buchstaben, aber die deusche Sprache zählt schätzungsweise 5,3 Millionen Wörter. Und das sind nur die „offiziellen“; die, die man in einem Buch nachschlagen kann. Dazu kommen noch die Neologismen, Wortneuschöpfungen, die in was weiß ich welchem Takt entstehen. Unbegrenzte Möglichkeiten… ich würde sagen, das erhöht die Zahl der Wörter ins Unendliche. Und das dann noch mal 6.500 bzw. 7.000, denn so viele Sprachen gibt es ungefähr auf dieser Welt. Wenn man dann noch bedenkt, dass es „da draußen“ auch noch andere „Welten gibt“… Ich rede hier nicht „nur“ vom gesamten Universum; schon allein auf dieser Erde gibt es Kommunikationssysteme, die wir in unserem Mensch-Sein leider selten als „vollwertig“ einstufen: Was ist mit den Sprachen der Tiere und Pflanzen? Und wer sagt, dass nicht auch Steine im Stillen miteinander kommunizieren? Weiterlesen