aus dem Kopf gefischt

Frühlingsgefühle

So eine kleine Verliebtheit ist genau das, was ich jetzt brauche: eine willkommene Abwechslung zum„tristen, grauen“ Alltag; ein Ausweg aus den im Grunde doch immer gleichen Gedanken, Gesprächen und Gefühlen.

Es ist wie eine frische Brise nach einer heißen Sommernacht, wohltuend und belebend. Es erinnert mich daran, dass ich manchmal zu schwarz sehe und die Hoffnung zu schnell aufgebe – wo doch im Grunde alles möglich ist.

Zwischendurch meldet sich mein Verstand zu Wort, der – und das überrascht mich schon längst nicht mehr – die Sache ziemlich kritisch sieht. „Sag mal, meinst du nicht, du übertreibst ein bisschen?“, kommt es dann von ihm. „Das Herzflattern, die weichen Knie, die nicht besonders artikulierte Ausdrucksweise in Gegenwart dieser Person – das geht schon etwas zu weit… Am Ende weißt du dann gar nicht mehr, was real ist und was nicht. Ich will ja wirklich nicht gemein sein, aber du steigerst dich da in etwas hinein, was dir gar nicht gut…“

Ab da schalte ich auf stumm und überhöre den Rest ganz einfach. Ich weiß, der Besserwisser da oben meint es nur gut mit mir. Einige seiner Sorgen und Anmerkungen sind sicherlich berechtigt und für dieses Wohlwollen bin ich ihm dankbar. Aber immer hat er auch nicht recht. Und diesmal irrt er sich sogar ganz gewaltig.

 

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